»Haben Sie schon die Ringe von den Schwämmen auf dem Boden gesehn?…«

„…lange Linien, krumme Kreise, Figuren, da steckt’s! da! Wer das lesen könnte.“ So erschauderd der Soldat Franz Woyzeck in der ersten Fassung des Dramas von Georg Büchner. Um geheimnisvolle Kreise geht es auch im zweiten Bild des Sacre du Printemps, das in der Nacht spielt. Mir erschien das Büchner-Zitat auch immer schon passend, wenn es … Mehr »Haben Sie schon die Ringe von den Schwämmen auf dem Boden gesehn?…«

Das Krabbeln, Nagen, Taumeln von Vögeln und Tieren…

…solle das Vorspiel zum Sacre darstellen, das Erwachen der Natur im Frühling – so Igor Strawinsky in den Gesprächen mit seinem Faktotum Robert Craft. Ich muss gestehen, solche Bilder stellten sich bei mir nicht ein. Ich dachte beim Hören immer mehr an aufsprießende Pflanzen und einbrechendes Frühlingswetter als an die Fauna. Das Erlebnis eines mächtigen … Mehr Das Krabbeln, Nagen, Taumeln von Vögeln und Tieren…

Ein Frühlingsreigen muss keine heitere Angelegenheit sein…

…das zeigen uns die „Rondes printanières“ aus Strawinskys Sacre. So sahen andere zeitgenössische Künstler den Tanz in den Mai, hier der Wiener Secessions-Maler Maximilian Lenz (Lenz!), laut Wikipedia tatsächlich zeitgleich im Jahre 1913: Gegensätzlicher könnten die Bilder kaum sein, die einem zum Sacre in den Kopf kommen. Dort wird zum Rundtanz das erste Mal seit … Mehr Ein Frühlingsreigen muss keine heitere Angelegenheit sein…