Das Krabbeln, Nagen, Taumeln von Vögeln und Tieren…

…solle das Vorspiel zum Sacre darstellen, das Erwachen der Natur im Frühling – so Igor Strawinsky in den Gesprächen mit seinem Faktotum Robert Craft. Ich muss gestehen, solche Bilder stellten sich bei mir nicht ein. Ich dachte beim Hören immer mehr an aufsprießende Pflanzen und einbrechendes Frühlingswetter als an die Fauna. Das Erlebnis eines mächtigen … Mehr Das Krabbeln, Nagen, Taumeln von Vögeln und Tieren…

»Die ganze Sache muss von Anfang bis Ende im Tanz ausgedrückt werden…«

»…kein Takt pantomimische Darstellung.« Nun, bis auf genau vier Takte – doch dazu mehr am Ende des heutigen Blogbeitrags. Zahlreiche Zitate von Igor Strawinsky belegen, dass er ziemlich genaue und auch strenge Vorstellungen zur Choreographie seines Sacre du Printemps hatte. Zwar war seine Absicht denkbar weit von einem Handlungsballett entfernt (davon zeugt unter anderem das … Mehr »Die ganze Sache muss von Anfang bis Ende im Tanz ausgedrückt werden…«

Ein Frühlingsreigen muss keine heitere Angelegenheit sein…

…das zeigen uns die „Rondes printanières“ aus Strawinskys Sacre. So sahen andere zeitgenössische Künstler den Tanz in den Mai, hier der Wiener Secessions-Maler Maximilian Lenz (Lenz!), laut Wikipedia tatsächlich zeitgleich im Jahre 1913: Gegensätzlicher könnten die Bilder kaum sein, die einem zum Sacre in den Kopf kommen. Dort wird zum Rundtanz das erste Mal seit … Mehr Ein Frühlingsreigen muss keine heitere Angelegenheit sein…